Aktuelle Informationen für Sie

Mandantenrundschreiben November 2020

Geänderte Anforderungen an elektronische Kassen o. Kassensysteme

Wir erinnern an die Aufrüstung Ihrer elektronischen Kassen oder Kassensysteme mit einer sogenannten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE). In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass die Finanzverwaltung mit BMF- Schreiben vom 21.08.2020 mitgeteilt hat, dass die Kosten für die erstmalige Aufrüstung vorhandener Kassen oder Kassensystemen in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen werden können.

Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes verlängert 

Der Bezug des Kurzarbeitergeldes wird für Betriebe, die bis zum 31.12.2020 Kurzarbeit eingeführt haben, längstens bis zum 31.12.2021 verlängert.

Rückzahlung der Corona-Soforthilfe bis 31.12.2020 

Bei der Beantragung der Corona-Soforthilfe musste der Antragsteller versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen. Wird später festgestellt, dass der tatsächliche Liquiditätsengpass im Bewilligungszeitraum von 3 Monaten geringer war, als ursprünglich angenommen, ist der Antragsteller zu einer entsprechenden Mitteilung und Rückzahlung der zu viel erhaltenen Soforthilfe an die N-Bank verpflichtet (siehe auch die Erläuterungen im Bewilligungsbescheid mit Nennung der Bankverbindung). 
Wir weisen noch einmal darauf hin, dass auch irrtümlich falsche Angaben den Straf-tatbestand des Subventionsbetruges erfüllen, wenn sie nicht freiwillig korrigiert werden.

Der gesetzliche Mindestlohn steigt 

Das Bundeskabinett folgt den Empfehlungen der Mindestlohnkommission und erhöht den Mindestlohn in vier Stufen bis zum 01.07.2022 auf 10,45 € brutto je Stunde. 
Der bisherige Mindestlohn von 9,35 € wird zum 01.01.2021 auf 9,50 € erhöht und dann zum 01.07.2021 auf 9,60 €, zum 01.01.2022 auf 10,82 € und letztlich auf die 10,45 €  brutto je Stunde ab 01.07.2022.

Zahlung eines steuer- und sozialversicherungsfreien Corona-Bonus 

Die Zahlung freiwilliger Corona-Boni bis 1.500,00 € ist noch bis 31.12.2020 möglich. Es ist aber wichtig, dass keine Umwandlung von (auch freiwillig regelmäßig gezahlten) Weihnachtsgeld oder anderen Sonderzahlungen erfolgt. Das führt unweigerlich zur nachträglichen Steuer- und Sozialversicherungspflicht der geleisteten Zahlungen, für die ein Arbeitgeber haftet. 

Für Fragen zu diesen und anderen Themen stehen wir wie immer gern zur Verfügung.

 
Ihre Steuerberater Ernst Aumann und Jutta Dinkla 

Möglichkeiten zur pauschalierten Vergütung bei Arbeitnehmern

  • Ersatz der Fahrtkosten des Arbeitnehmers für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (§ 40 Abs. 2 Satz 2 EStG, 15% pauschale Lohnsteuer auf EUR 0,30 pro Entfernungskilometer)
     
  • Ersatz der tatsächlichen Verpflegungsmehraufwendungen bei Abwesenheit von weniger als 8 Std. bis EUR 60,00 pro Mahlzeit (§ 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 EStG, 25% pauschale  Lohnsteuer)
     
  • Aushilfslohn bis 450,00 € monatlich – dafür 30% pauschale Abgaben an die Bundesknappschaft – Mindestlohn beachten!
     
  • Unentgeltlich oder verbilligt an Arbeitnehmer überlassene Personalcomputer mit Zubehör und Internetzugang (§ 40 Abs. 2 Nr. 5 EStG. 25% pauschale Lohnsteuer)